eBooks Programm Termine
 
     
         
  Home ][ Verlag ][ Kontakt ][ Links ][ Mediadaten ][ Manuskripte ][ Impressum ][
 

Nr. 83
128 Seiten
reich bebildert
Einzelheft € 12 / sFr 21
ISSN 0720-3098
ISBN 978-3-88190-546-6

Buchcover download


Dieses Buch bestellen

www.allmende-online.de

 

Die neue allmende – Zeitschrift für Literatur

allmende 83
Zeitschrift für Literatur

60 Jahre ist die Bundesrepublik im Mai geworden, die allmende steht bald im 30. Jahr?, vor 20 Jahren ist die Mauer gefallen und Deutschland seitdem größer und schöner. 60 Jahre deutsche Literatur, angefangen inmitten der Trümmer, der moralischen Verwüstung und dem Zweifel an einer Kultur, die den Genozid an den jüdischen Mitbürgern nicht zu verhindern half. Die Literaturgeschichte der Bundesrepublik lässt sich gliedern nach den großen politischen Ereignissen, dem Aufstand gegen die Diktatur in der DDR, dem Mauerbau, dem „Kalten Krieg“, dem Protest der Studenten und dem Einmarsch der Warschauer-Pakt-Staaten in die Tschechoslowakei 1968 – und so weiter.

Die deutschsprachige Literatur der Bundesrepublik ist spannend und hat entscheidende Wegmarken, wie beispielsweise das Jahr 1959. Vor 50 Jahren erschienen in einem Jahr Heinrich Bölls Billard um halb zehn, Die Blechtrommel von Günter Grass sowie Uwe Johnsons Mutmaßungen über Jakob; 1979 Die Fälschung von Nicolas Born, Das Treffen in Telgte von Günter Grass und Peter Handkes Langsame Heimkehr – und 2009? Dilek Güngör hat ein Singspiel geschrieben, Artur Becker den Gedichtband Ein Kiosk mit elf Millionen Nächten veröffentlicht, im Herbst erscheinen Hinterland, der neue Roman von Feridun Zaimoglu und der erste Roman von Jun Lin mit dem Titel Mein deutscher Geliebter.

Die „neue deutsche“ Literatur ist weltläufiger geworden, wie ihre Autorinnen und Autoren, sie bewegt sich nicht nur in den europäischen Metropolen, sie ist jünger, weiblicher und kulturell mehrstimmig geprägt. Das soll auch die vorliegende Nummer mit Beiträgen der genannten Autoren dokumentieren, ergänzt mit Texten von Jagoda Mariniç´ und Sudabeh Mohafez. Die „neue deutsche“ Literatur braucht keine Etiketten, keine Schubladen, sie ist seit mehreren Jahren ein selbstverständlicher Teil unserer Literatur, mögen auch die Namen einiger Autoren den deutschen Ohren noch fremd klingen – das ist in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft auch nicht anders. Diese Vielstimmigkeit zeigt sich auch in den übrigen hier abgedruckten Texten sowie in den Rezensionen und den Informationen der „kurzform“.

Ein Fundstück ist Gotthold Friedrich Stäudlins Text Empfindungen bei der Nachricht von Robespierre’s Fall und Tode aus dem Jahr 1795, der hier erstmals wieder abgedruckt ist und ein wichtiges „oberrheinisches Zeugnis“ der politischen Auseinandersetzung mit der Französischen Revolution darstellt. Die nächste Nummer der allmende wird Anfang November erscheinen, im Zentrum wird die Bodensee-Region stehen.


Mit Beiträgen von: Artur Becker · Jutta Bergengruen · Dilek Güngör · Susanne Franz
Jasmin Hambsch · Liselotte Homering · Jun Lin · Birgit Jennerjahn-Hakenes
Björn Kern · Anton Philipp Knittel · Monika Koncz · Franz Littmann · Jagoda Mariniç´ Sudabeh Mohafez · Thomas Nierlin · Winfried Georg Sebald · Gotthold Friedrich
Stäudlin · Thomas Weiß · Feridun Zaimoglu


Erhältlich im Buchhandel oder direkt beim Verlag.
Hansgeorg Schmidt-Bergmann im Auftrag der Literarischen Gesellschaft, Karlsruhe