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72 Seiten
4 s/w- und
68 Farb- Abbildungen
21,5 x 21,5 cm
gebunden
€ 9,90
ISBN
978-3-88190-512-1

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Badisches Landesmuseum Karlsruhe

Emil Wachter. Keramische Arbeiten

„Die Keramik ist eine Leidenschaft, wen sie einmal erfasst hat,
lässt sie nicht mehr los!“ Hans Thoma (1839 – 1924)


Der vielseitige Künstler Emil Wachter hat seit Anbeginn seiner künstlerischen Laufbahn häufig mit Ton gearbeitet, und bis heute entstand – wenn auch unterbrochen von größeren Produktionspausen – ein umfangreiches keramisches Œuvre.
Neben der frühen Schaffensphase, die im Katalog durch die Jahre 1951 bis 1981 repräsentiert wird, bilden die Werke aus den Jahren 2002/03 und 2007/08, welche in den Gastateliers der Majolika Manufaktur Karlsruhe entstanden sind, den Schwerpunkt der Ausstellung im Keramikmuseum Staufen.

Die Majolika Karlsruhe, 1901 als Großherzogliche Majolikamanufaktur gegründet, gibt Künstlern Gelegenheit, sich intensiv mit dem Werkstoff Ton zu befassen. Auch Emil Wachter folgte dieser Einladung und hat von 1970 an immer wieder mit der Keramik-Manufaktur zusammengearbeitet.

Das archaische Material Ton ist für Emil Wachter ein besonderes künstlerisches Ausdrucksmittel, das ihn stets gefordert hat. Er hob bei einer 2003 in der Karlsruher Majolika gehaltenen Rede hervor, man könne von keinem weiteren Material, mit dem ein Künstler arbeitet, behaupten, es werde durch Feuer veredelt. Alle anderen künstlerischen Medien werden von den Flammen vernichtet oder verbrannt – dem Ton hingegen wird erst beim Brand eine neue „Dimension des Seins“ zuteil, er wird erst dann zur „Unsterblichkeit“ transformiert.