eBooks Programm Termine
 
     
         
  Home ][ Verlag ][ Kontakt ][ Links ][ Mediadaten ][ Manuskripte ][ Impressum ][
 

2. Auflage
328 Seiten
reich bebildert
Paperback
mit Klappkarte
€ 15,80
ISBN
978-3-88190-306-6


Dieses Buch bestellen

Eberhard Raetz

Genfer See und die Romandie
Eine Reise durch die Westschweiz



Pressestimmen
Die Zeit
Frankfurter Allgemeine (FAZ)
Rhein-Neckar-Zeitung
Mercedes



Die Zeit

Zwischen Lausanne und Genf liegt die „Côte“ der Schweiz: das Ufer des Genfer Sees mit seinen Weinbergen, Rapsfeldern und dem Wind in den Weiden. Der Karlsruher Chemiker Eberhard Raetz, der dort seine Wahlheimat fand, hat der französischen Westschweiz einen Reiseführer gewidmet. Keine nüchterne Anleitung zur Umrundung des größten europäischen Binnensees, sondern eine höchst persönliche Anhimmelung der Region namens Romandie. „Gelassen gondeln“ heißt das Motto des Autors, der die Sehenswürdigkeiten jenseits der üblichen Reisewege sucht. Raus aus dem touristischen Montreux, rauf auf den nicht allzu fernen Gipfel der Rochers-de-Naye. Mit dem Rad durch Naturschutzgebiete an Eisvögeln und Drosselrohrsängern vorbei: Und abends bei Fondue oder Felchen einen Weißwein aus dem Waadtland. Ratz geht nach Lust und Laune vor, heiter und spontan. Sein Erlebnisführer enttäuscht die Ordnungsliebenden, die nach Vorschrift reisen, doch beflügelt jene, die sich überraschen lassen.


Frankfurter Allgemeine (FAZ)

Der Mann vom See

Eberhard Raetz und die Herausgeber vom Info erlag scheinen einen gemeinsamen Feind zu haben: den handelsüblichen Reiseführer, der die Autoren auf ein starres Reihenkonzept und einen unpersönlichen Animatorenton verpflichtet, jenen Reiseführer, der sich als knappestmögliche Gebrauchsanweisung für die Fremde versteht und dabei den Blick für die Zusammenhänge verliert. Raetz liefert das genaue Gegenstück: Eine fast private Liebeserklärung an seine Wahlheimat, mit ausufernder Redseligkeit in epischer Breite ausgegossen und mit praktischen Hinweisen versehen, die man nur en passant, also per Zufall findet. Im Zeitalter der totalen Information scheint das ein Rückfall in die Steinzeit der Reiseliteratur zu sein. Wer sich auf den Text einläßt, merkt aber sehr schnell, daß es sich hier um eine andere Art der Informationsvermittlung handelt. An brauchbaren Ausflugs-, Restaurant- und Literatur-Tips mangelt es ebensowenig wie an Hinweisen für lohnende Spaziergänge und Wanderrouten abseits der ausgetretenen Pfade. Trotz des Hangs zur Abschweifung ist das „Reise-Lesebuch“ ein Werk in praktischer Absicht. Wer sich einen schnellen Überblick verschaffen will, dem werden die vielen Um- und Abwege jedoch auf die Nerven gehen. Denn Raetz kommt vom Hölzchen zum Stöckchen. Er philosophiert über die Urelemente des Universums und das Reisen an und für sich, erzählt von einem Theaterbesuch in Oslo, der lohnend war, obwohl er kein Wort norwegisch spricht und schwärmt vom pochierten Seelachs in Schweden – all dies in einem Buch über die französischsprachige Westschweiz! Anzunehmen ist, daß der Autor sich durch den Vorwurf mangelnder Systematik sogar bestätigt fühlte. Vermutlich würde er argumentieren, daß eben der, der schon im Vorfeld seiner Reise einen schnellen Zugriff verlange, auch der sei, der hernach bewaffnet mit Gourmetführern und Geheimtipfibeln durch Land renne und alles das übersehe, was am Wegrand liegt. Damit hätte er auch Recht: Jedes Land zeigt sich stets nur an seinen Wegrändern. Jede allzu eindeutige Richtungsangabe hingegen führt den Touristen dorthin, wo er früher oder später nur noch auf sich selbst, auf seinesgleichen, trifft. Raetz´ Reiseführer ist bei jenen vom Aussterben bedrohten Zeitgenossen in den richtigen Händen, die unterwegs „unendlich viel Zeit“ haben, keine Touristen sein wollen und notfalls auch ohne Reiseführer auskommen.



Rhein-Neckar-Zeitung

Es ist eine Lust, in diesem Buch zu lesen. Mit dem Titel kommt es ganz sachlich daher, als sei es ein Reiseführer wie viele andere: „ Genfer See und die Romandie. Eine Reise durch die Westschweiz.“ heißt die Neuerscheinung aus dem Info Verlag Karlsruhe. Ihr Autor erweist sich als lebenserfahrener, belesener und die Kunst feinsinniger Zwischen-den-Zeilen-Ironie beherrschender Beobachter von hohen Graden. Eberhard Raetz, Jahrgang 1938 und Chemiker von Beruf, legt nach zwei Romanen nun einen nicht unkritischen, aber doch von viel Sympathie getragenen ganz persönlichen Führer durch die Region um den Genfer See vor, und er spricht seinen Leser direkt an, mit ihm hier auf Entdeckungsreise zu gehen. Dass er sich auskennt, nimmt nicht wunder, lebt er doch nach langer Tätigkeit für einen Schweizer Konzern heute in Vevey, besser: ganz nahebei. Und wie er diese Stadt beschreibt – einfach köstlich. Rings um den Schweizer Teil des Sees ist Raetz ein Begleiter von geistreichem Witz und kenntnisreicher Detailfreude, ob es nun um berühmte Gäste geht, um das hierzulande viel zu wenig bekannte reiche Kulturleben, um viele liebenswerte Geschichten. Aber er greift auch aus in die anderen Teile der französisch-sprachigen Schweiz, zum Neuburger See oder nach Fribourg, dieser wunderschön oberhalb der Sarine (Saane) gelegenen städtebaulichen Kostbarkeit. Wer das Land kennt, wird es wieder entdecken in diesem Buch, wer zum ersten Mal dorthin reist, hat hier einen ungewöhnlichen Cicerone zur Hand, der es leichter macht, ihm näherzukommen, es zu begeifen. Eine gehobene Lektüre für Genießer.



Mercedes

Gedankliche Ausflüge in eine wunderbare Region

Der Name des Verlags – Info – ist geradezu irreführend bei diesem Buch. Denn es geht hier – gottlob! – um alles andere als um die typischen touristischen Informationen, wie sie in den meisten Reiseführern im Stile von Gebrauchsanweisungen geboten werden. Der Autor dieser Liebeserklärung an die Westschweiz, Eberhard Raetz, erzählt von diesem und jenem, ohne jeden Anspruch auf Systematik. Man braucht Zeit und Geduld für diesen Band, aber es lohnt sich, den gedanklichen Ausflügen des Autors rund um den Genfer See und seinen Abstechern ins Hinterland zu folgen.