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Stadtarchiv Karlsruhe (Hg.)
Geschichte
und Erinnerungskultur
22.
Oktober 1940 – Die Deportation der badischen
und
saarpfälzischen Juden in das Lager Gurs
Vor
70 Jahren, am 22. Oktober 1940 erreichte die Verfolgung der Juden durch
die Nationalsozialisten einen neuen Höhepunkt. Innerhalb kürzester
Zeit mussten über 6.500 badische und saarpfälzische Jüdinnen
und Juden ihre Heimatorte verlassen. Sie wurden in das Internierungslager
Gurs am Rande der Pyrenäen deportiert, wo sie unter unmenschlichen
Bedingungen leben mussten. Allein im ersten Winter starben über 650
von ihnen. Viele wurden zwischen 1942 und 1944 weiter in die Vernichtungslager
des Ostens verschleppt. Nur schätzungsweise 30 Prozent der Deportierten
überlebten die Zeit des „Dritten Reichs“.
1963 konnte der instand
gesetzte Lagerfriedhof Gurs eingeweiht werden. Die „Arbeitsgemeinschaft
zur Unterhaltung und Pflege des Deportiertenfriedhofs in Gurs“ hat
sich die Pflege dieses Friedhofs zur Aufgabe gemacht. Ihre Arbeit und
die Gedenkarbeit der beteiligten Partner stellt dieses Buch vor. Außerdem
bietet der Band einen Überblick über die Erinnerungsprojekte
und Gedenkstätten in Baden-Baden, Bruchsal, Emmendingen, Freiburg,
Heidelberg, Karlsruhe, Konstanz, Lörrach, Mannheim, Offenburg, Pforzheim
und Weinheim sowie Informationen zu weiteren Grabstätten Deportierter
in Frankreich.
Mehr
zum Thema Gurs:
Briefe Gurs Lettres
Auf Hass lässt sich nicht bauen
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