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Franz Littmann 1803 erschienen in einem Karlsruher Verlag die Allemanischen Gedichte Johann Peter Hebels, die von Johann Wolfgang von Goethe und Jean Paul enthusiastisch begrüßt worden sind. Die vorliegende Einführung Franz Littmanns zeigt, welche Aktualität, ja Sprengkraft diese Gedichte heute haben, wenn man sie richtig zu verstehen lernt. Der Pädagoge, Kunstkritiker und ausgewiesener Hebel-Kenner sieht in ihnen kunstvoll gefertigte Handorakel und fragt: Was ist heute Identität und was sind die wesentlichen Momente, die in einer globalisierten Welt noch Heimat stiften? Was sind die existenziellen Fragen, die wir an das Leben stellen? Die Annäherung an eine Lebenskunst, die sich an Hebels Programm orientiert, erscheint so als eine Möglichkeit, der generellen Beschleunigung der Zeit in unserer Gesellschaft ein Modell der Entschleunigung entgegenzusetzen. Zweihundert
Jahre nach dem Erscheinen der Sammlung liegt jetzt eine reich illustrierte
Auseinandersetzung mit den Allemannischen Gedichten vor, die
Hebels ethisches Programm für unsere Zeit als ein taugliches Modell
geglückten Lebens vorstellt. |
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