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gebunden
60 Seiten
121 Abb.
€ 20
ISBN
978-3-88190-328-8

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Susanne Asche, Konstanze Ertel, Anke Mührenberg (hrsg. vom Stadtarchiv Karlsruhe)

Fabrik im Museum
Industrie und Gewerbe in Durlach

Im Sommer 1903 fand in Durlach eine große Gewerbe- und Industrieausstellung statt. Das ortsansässige Gewerbe, aber auch die großen weltweit agierenden Industriebetriebe der damals noch selbständigen Stadt zeigten im Schlossgarten und in der Karlsburgstraße ihre Produkte. Zu dieser Zeit war Durlach ein Industriestandort,
dessen große Firmen auf den Weltausstellungen präsent waren, dessen Horizont
von Fabrikschloten geprägt und der zugleich noch von Gärten, Feldern und Wiesen
umgeben war. Hier arbeiteten die Frauen und trugen durch die landwirtschaftliche Betätigung einiges zum Familieneinkommen einer Arbeiterfamilie bei, während die Männer in den Fabrikhallen schafften.


Die Eisenbahn und die Fabriken brauchten genau gehende Uhren, dennoch war es
lange Zeit unmöglich, alle öffentlichen Uhren Durlachs aufeinander abzustimmen.
Die Gewerbe- und Industrieausstellung, die Bedeutung der Weltausstellungen für
Durlach, die Geschichte der Nähmaschinenfabrik Gritzner und der Badischen Maschinenfabrik Durlach bis in die Gegenwart, die Schwierigkeiten, eine einheitliche Zeitmessung in der Stadt zu verankern und die Bedeutung der Nebenerwerbs-
landwirtschaft – diese in der bisherigen Forschung nur wenig berücksichtigten
Aspekte der Industriegeschichte Durlachs werden in diesem Band vorgestellt.

Das Stadtarchiv Karlsruhe legt mit dieser Publikation einen Band zu bisher kaum erforschten Fragen der Durlacher Stadtgeschichte vor. Anlass sind die großen Wandlungen im Arbeitsleben, die sich zur Zeit prototypisch im östlichen Stadtteil Karlsruhes abzeichnen: leere Fabrikhallen und neue Technologien.