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Otto Müssle Otto Müssle, 1898 in Emmendingen geboren, Leiter der „Literarischen Abteilung des Verkehrsvereins Karlsruhe” und verantwortlicher Schriftleiter der „Karlsruher Wochenschau”, nach dem Zweiten Weltkrieg freier Journalist, unter anderem bei der BNN, hat den Großteil seines Lebens in Karlsruhe verbracht und erweist sich in seinen Betrachtungen als Kenner der „stillen Winkel”. Der Autor nimmt den Leser mit auf einen Spaziergang durch die Fächerstadt, macht aufmerksam auf Details und lässt auch damals bereits Verschwundenes noch einmal aufleben. Das literarische Flanieren durch die badische Residenz steht in direktem Gegensatz zum hektischen Alltagsleben der Weimarer Republik. In Müssles Schilderungen schimmern hier und da Kästner, Tucholsky und Kaléko durch, unvermeidbar, war Karlsruhe doch selbst ein Zentrum der Neuen Sachlichkeit. Doch Müssle schlägt auch elegische Töne an, etwa bei einem winterlichen Spaziergang im Hardtwald. In der Kleinen Karlsruher Bibliothek soll jährlich bis 2015 jeweils ein Titel erscheinen, so dass zum „Runden” ein 10-bändiges Kompendium vorliegt, das die Karlsruher Geschichte literarisch widerspiegelt. Band
1: Albert Geiger Die versunkene Stadt |
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