Johannes Hucke: Libellen greifen selten zu Labello

Libellen greifen selten zu Labello
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  • 978-3-88190-617-3
AutorIn: Johannes Hucke
Cover: Paperback
Seitenanzahl: 108 Seiten
Band-Nr.: Lindemanns Bibliothek Band 120
Gedichte, gereimt wie vor hundert Jahren, aber trotzdem von heute. Geht das? Ja klar – Johannes... mehr
"Libellen greifen selten zu Labello"

Gedichte, gereimt wie vor hundert Jahren, aber trotzdem von heute. Geht das? Ja klar – Johannes Huckes „reaktionäre Reimereien“ haben sich im Rahmen zahlreicher Lesungen längst bewährt. Es ist die selten gewordene Mischung aus geistreichem Witz und virtuoser Sprach-beherrschung, die gleichzeitig amüsiert, fesselt und zum Staunen bringt. Dass dabei als „kulinarisch“ abqualifizierte Themenstellungen wie Wein und Genuss eine wichtige Rolle spielen, versteht sich aus der Vorgeschichte:

Bekannt geworden ist Hucke nämlich durch seine Weinlesebücher über den Kraichgau, die Bergstraße und die Südpfalz, durch Krimis und Theaterstücke,
darin stets ein Meister der Verführung zum Bacchantischen. Mit den „Libellen“ kehrt er gewissermaßen zu seinen Anfängen zurück. Als sehr junger Mensch wurde der Frankfurter für seine Avantgarde-Lyrik und Kurzprosa u.a. vom Hessischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst mehrfach ausgezeichnet. Zwischendurch schrieb er immer wieder für Kabarett und Brett´l, komponierte zahlreiche Chansons, was man seinen pointierten Versen auch anmerkt. Entsprechend einer zutiefst non-snobistischen Kulturauffassung steigen Alltagshelden aus der zweiten Reihe wie Kartoffelklöße, Bärlauchpflanzen oder Weintrauben bisweilen zu Protagonisten seiner Balladen auf.

Hucke selbst meint zu seiner gut verschenkbaren Sammlung: „Reime schreiben bedarf der Rechtfertigung ... Die Rückkehr zur gebundenen, gereimten Rede ist vielleicht vor allem ein Versuch, Lyrik, wenn sie schon mal sein will, erträglich zu machen. Entschuldigen soll man sich trotzdem. Vor Publikum musste ich lernen, dass meine Experimentallyrik weitaus weniger Reaktionen hervorruft als meine Gebrauchslyrik. Weniger Freude zumindest.“

Man sorgt sich so um die Langusten,
Weil sie beständig alles schwänzen;
Schon unsre Urgroßeltern wussten:
Nur wenn man da ist, kann man glänzen.

Doch führt die schwarze Pädagogik
Der Fischer auf Langustenkuttern
Unstreitig zur Langustenlogik:
Nur den, der da ist, kann man futtern.

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